Am 6. März 1978 zum ersten Mal in München im Domicile, damals schon umgezogen in die Leopoldstraße, PAT METHENY *1954 (6-and 12-string guitars)   mit diesem Quartett gleichaltriger junger Jazzmusiker, mit  LYLE MAYS  *1953 (piano, Oberheim synthesizer, autoharp) MARK EGAN *1951 (bass) DAN GOTTLIEB *1953 (drums) . Die PAT METHENY GROUP spielte damals an drei Abenden jeweils drei Sets bis nach Mitternacht, kam im Juli gleich wieder für eine ganze Woche 17. – 22. 07.1978 ins Domicile und sie brachten dieses ganz wunderbare ECM Album mit, das der 23jährige im Januar 1978 in Oslo aufgenommen hatte.

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2017 – heute abend –  ist PAT METHENY wieder in der Stadt, diesmal in der Philharmonie, und nach vierzig Jahren wieder mit einem Quartett, er der heute 63jährige diesmal wieder mit einem ziemlich jungen Quartett, mit LINDA OH *1984, die chinesischaustralische Bassistin,  GWILYM SIMCOCK *1981, der walisische Pianist und  ANTONIO SANCHEZ *1971, der mexikanische Schlagzeuger und Weggefährte Methenys seit 2000. Beginn des Konzerts 19:00 Uhr. Ende nicht vor 21:30 Uhr. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Und es war ein hinreißendaufregendschönes Jazzkonzert, eine zweieinhalbstündige Suite des Komponisten und Gitarristen zusammen mit diesen drei Ausnahmemusikern. Eine neue faszinierende PAT METHENY GROUP.

 

 

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Verfasst von: nickwimmer | 20. Oktober 2017

#NO montag.23.oktober.18-21uhr.marienplatz


IMG_20170805_0003.jpgIMG_20170512_0001_0001PhotoCollage: Nick Wimmer 20. Oktober 2017

 

Verfasst von: nickwimmer | 13. Oktober 2017

6 Stolpersteine


wird der Kölner Künstler Gunter Demnig am Samstag 14.Okt. 2017 nachmittags in München verlegen, s i c h t b a r  i m  ö f f e n t l i c h e n  R a u m  auf privatem Grund mit ausdrücklichem Einverständnis der Hauseigentümer.  Um 13:00 Uhr in der Maxvorstadt drei Stolpersteine in der  Augustenstraße 98 für Wilhelm Olschewski, seinen Sohn Willy und Otto Binder, die von den Nazis ermordet wurden, weil sie Kommunisten waren. Zwei Stolpersteine in der Isarvorstadt, um 14:00 Uhr in der Pestalozzistraße 36 Karl Otto Weis und um 14:45 Uhr in der Baumstraße 4  für Georg Fischler, die beide von den Nazis ermordet wurden, weil sie homosexuell waren. Und um 15:30 Uhr in der Ludwigsvorstadt einen Stolperstein in der Toreinfahrt zum Deutschen Theater in der Landwehrstraße 20 für den jüdischen Kaufmann Nathan Schütz, der von den Nazis entrechtet im Oktober 1933 in München verstarb.

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Design: Klaus Fleischmann

 

Verfasst von: nickwimmer | 13. Oktober 2017

#no > solange noch bis


#no > marienplatz.montag.sechzehnter.oktober.drei.stunden.lang.von.eins.bis.vier.nachmittags.  #no >

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#no. solange noch bis

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Photo+Collage: Nick Wimmer 2017

Verfasst von: nickwimmer | 11. Oktober 2017

Grammar, life and politics


Theresa May refuses to say  i f  s h e  w o u l d  v o t e  f o r BREXIT  i f  another referendum  w e r e  h e l d  today“ , die Schlagzeile heute in THE GUARDIAN 11 October 2017 und weitergeht es mit ganz wunderbar einleuchtenden Beispielsätzen für eines des gefürchtetsten Kapitel der Grammatik – Exerzitien deutscher EnglischlehrerInnen:  When repeatedly pressed by LBC* radio phone-in presenter Iain Dale on how  s h e  w o u l d  v o t e  i f  t h e r e  w a s  a fresh referendum, she gave a series of long responses to avoid answering the YES / NO  question“.  So ist das mit den unterkomplexen JA / NEIN Volksabstimmungen, Bürgerentscheiden, Referenden zu hochkomplexen Zusammenhängen.  Und weiter geht es mit dem nächsten schönen Satz . . .  die grammarians unter den deutschen Englischlehrer*innen führten spätestens jetzt die Unterscheidung ein / würden spätestens jetzt die Unterscheidung einführen zwischen  realen und irrealen Bedingungssätzen . . . What I did last time round was I looked at everything and came to the judgment and  I  w o u l d  d o  e x a c t l y  t h e  s a m e  this time round. I voted REMAIN for good reasons at the time but circumstances move on . . . . I  c o u l d  s i t  here and   I  c o u l d  s a y,  oh  I  w o u l d  s t i l l  v o t e  r e m a i n  or I  w o u l d  v o t e  l e a v e  i f  a  f r e s h  r e f e r e n d u m  w a s  h e l d tomorrow just to give you answer. I’m being honest with you“. She admitted there was no plan for  w h a t  w o u l d  h a p p e n  to  EU citizens living in the UK  i f  n o  d e a l  w a s  a g r e e d  w i t h  B r u s s e l s“.

IMG_20160624_0001LONDON  U N I T E D  K I N G D O M . Photo+Collage: Nick Wimmer 2016

Das deutsche Wort  i r r e a l  ist im Englischen  u n r e a l . Und dieses Wort hat drei Bedeutungen: 1) imaginary , illusionary 2) incredible, amazing 3) unrealistic >>>>Grammatik >>>>> Politik >>>>> und das Leben

(*  LBC = Leading Britain’s Conversation = talk and phone-in radio station, Britains first commercial radio station(1973 – )

 

 


Zu meinen neugierigsten Blog-Viewern zählen Menschen, die alle meine Texte zu den TAGS  Abitur  Abiturprüfung   Deutsch-Abitur  Bayern lesen. Und da in Bayern erst im Mai 2018 die nächste Abiturprüfung im Fach Deutsch stattfindet, hier zur motivierenden Überbrückung bis dahin ein vielsagender Ausschnitt aus einem sehr interessanten Interview mit dem Musiker, Roman- und Drehbuch-Autor S v e n   R e g e n e r* (geboren 1961 in Bremen) , erschienen in der Zeitschrift GALORE  INTERVIEWS Heft 10/2017 , die ich für 5,90 Euro käuflich erworben habe. Aus diesem Interview will ich in den nächsten Tagen zwei weitere Ausschnitte zitieren –  Sven Regener über Politik >  < Kunst und Sven Regener über die eine große Kränkung, die der Mensch erfährt, seine Sterblichkeit >  > Kunst als Urlaub von der Sterblichkeit.

Frage des Interviewers André Bosse: „Ihr Roman ‚H e r r   L e h m a n n‘ (2001) ist mittlerweile Abi-Stoff. Finden Sie das gut oder seltsam, dass der Roman im Lehrplan steht?“ Sven Regener: „Das ist zugegebenermaßen eine sehr  a m b i v a l e n t e  Sache. Auf der einen Seite möchte ich natürlich nicht, dass Bücher wie ‚H e r r   L e h m a n n‘  nicht in  der Schule durchgenommen werden, es ist nun wirklich nicht mein Anliegen, dass in der Schule keine Literatur mehr auf dem Lehrplan steht. Andererseits handelt es sich bei der Schule um ein Zwngssystem und viele Menschen werden negativ geprägt von den Dingen, die sie in diesem System durchgenommen haben. Steht ‚H e r r   L e h m a n n‘  auf dem Plan und bekommen Schüler Auszüge daraus als Aufgabe auf, dann müssen sie sich damit beschäftigen, sonst werden sie sanktioniert. Das gefällt mir als Künstler natürlich nicht so gut. Die Aufgabe der Kunst sollte es sein, uns mit unserer Existenz zu versöhnen. Man könnte auch sagen: Spaß zu haben. Wenn ein Schüler nun meinen Roman interpretieren oder zusammenfassen und dafür arbeiten muss wie sonst beim Vokabellernen oder bei mathematischen Formeln, dann ist diese Funktion natürlich futsch. Und selbst, wenn ein Schüler Freude daran hat. sich mit dem Buch zu beschäftigen, mag ich es nicht so gern, wenn er mit seinem Deutsch-Werkzeugkasten an den Text herangehen und nach typischen Strukturelementen und so einem Kram untersuchen muss. Aber an irgendwas muss er es ja lernen. Deshalb eben  a m b i v a l e n t . . . . “

*Romane:   ‚Herr Lehmann‘ 2001 . ‚Neue Vahr Süd‘ 2004 . ‚Der kleine Bruder‘ 2008. ‚Magical Mystery oder die Rückkehr des Karl Schmidt‘ 2013 . ‚ Wiener Straße‘ 2017

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