Als in der Akademie der Bildenden Künste München vor fünf Jahren diese Ausstellung zu sehen war ROBERT FRANK, BOOKS AND FILMS 1947 – 2014 (22.November – 21. Dezember 2014) veröffentliche die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG dazu eine ganz besondere Ausgabe als wunderbaren Katalog. Ich habe damals zwei Exemplare erworben, Preis 2,60 Euro.

SZ Robert Frank Edition 21.11.2014
Photo: Nick Wimmer 11.09.2019

SZ Robert Frank Ausgabe Impressum 21.11.2014
Impressum der SZ Robert Frank Ausgabe 21.11.2014 Seite 12

Zu ROBERT FRANKs berühmtestem Photobuch, das zuerst in der französischen Originalausgabe „Les Américaines“ 1958 in Paris erschien, schrieb Jack Kerouac ein Vorwort für die 1959 in New York erschienene amerikanische Ausgabe „The Americans“. In der 1989 in München erschienenen deutschen Ausgabe, in der Übersetzung Barbara Kinters sagt Kerouac über ROBERT FRANK: „Robert Frank, Schweizer, unaufdringlich, liebenswürdig, mit seiner kleine Kamera, die er mit einer Hand hochhebt und klicken lässt, er hat aus Amerika ein trauriges Gesicht gesogen und es auf Film gebannt und damit einen Platz unter den tragischen Dichtern der Welt errungen. An Robert Frank richte ich nun diese Botschaft: Du hast den Blick. Und ich frage: Das liebe kleine einsame Liftgirl, das in einem Aufzug voller Schemen seufzend nach oben blickt, wie heißt sie und wo wohnt sie?“ in: DIE AMERIKANER, Christian Verlag München 1989, S. 8

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Elevator Miami Beach. Photograph: Robert Frank. op.cit. p.96

Photo of Robert Frank in 1954 Dpa Picture Alliance
Robert Frank 1954. Photograph: Dpa Picture Alliance. By courtesy of THE GUARDIAN 11 September 2019

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Verfasst von: nickwimmer | 2. September 2019

Di 10.Sept.20Uhr JAZZ+ live in der Seidlvilla : TAL ARDITI TRIO


Zum ersten Mal live in München der junge israelische Jazzgitarrist und Komponist TAL ARDITI (*1998) mit dem Bassisten MATT ADOMITE und dem Schlagzeuger TOBIAS BACKHAUS (*1984)

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Photo by: Anton Tal


NEAL ASCHERSON (*1932 in Edinburgh), von 1960 – 1990 Auslandskorrespondent beim OBSERVER, davon jahrelang Deutschland- und Osteuropakorrespondent mit Sitz in Bonn setzt sich achtzig Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1989 auseinander mit scheinbar gesicherten historischen Einschätzungen „the second world war was inevitable“, „this war was long foreseen“, „its cause can be reduced to a single word: HITLER“ und erklärt: „That consensus is too comfortable not to be challenged“ Mit dem profunden historischen Wissen des erfahrenen politischen Journalisten und mit dem unbestechlich-genauen gegenwärtigen Wahrnehmungsinteresse des engagierten politischen Zeitgenossen schreibt NEAL ASCHERSON diesen enorm packenden Essay:

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NEAL ASCHERSON im Juli 2017 PHOTO: Amit Lennon für THE OBSERVER NEW REVIEW. By courtesy of THE GUARDIAN 30 July 2017

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Text by courtesy of THE GUARDIAN 1 September 2019


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MAXIM GORKI THEATER und Ausweichspielstätte CONTAINER, Freitag 16.August 2019 10:00 Uhr. Photo: Nick Wimmer

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Freitag 16.August 2019, 11:00 Uhr, Probenpause Regisseur Sebastian Nübling, Ensemble und Team. Photo: Nick Wimmer

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Sonntag 18.August 2019, 19:30Uhr vor der Zweitaufführung HERZSTÜCK im Container mit der Aufschrift DE-HEIMATIZE IT! Photo: Nick Wimmer

Herzstück 1

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Szenenphotos aus DAS HERZSTÜCK. By courtesy of Maxim Gorki Theater

Eine feine, schöne, ganz intensive Theater.pur.produktion mit einem faszinierenden Ensemble dieser vier Schauspielerinnen MARYAM ABU KHALED (*1991 Nazareth), KENDA HMEIDAN (*1992 Syrien), VIDINA POVOV (*1992 Wien), Elena Schmidt (*1982 Wien) und dieser drei Schauspieler MAZEN AJJUBBEH (*1989 geboren in Saudi Arabien, aufgewachsen in Syrien), KARIM DAOUD (*1996 Qalqilya, Palästina), DOMINIC HARTMANN (*1992 Schweiz).

In der Berliner Zeitung am 19.August 2019 erschien diese schöne Review der Theaterkritikerin Doris Meierhenrich:

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Einen Tag später in der Süddeutschen Zeitung 20.August 2019 erschien dieser in jeder Zeile gehässige Verriss des Theaterkritikers Peter Laudenbach:

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der Regisseurin ANGELA SCHANELEC (*1962) rühmt in ihrer Review in DIE ZEIT 15.August 2019. Im KINO MÜNCHNER FREIHEIT ist er zu sehen jeweils um 16:45 Uhr am DO 22. SA 24. SO 25. DI 27. und um 19:15 Uhr am MI 28.AUGUST. Auf großer Leinwand und in feinster Tonqualität. Im WERKSTATTKINO FR 23. um 18:00 Uhr, am SO 25.AUGUST um 11:00 Uhr.

ich war zuhause, aber Filmplakat

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Mondbilder. Film Still aus ‚ich war zuhause, aber…‘

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Geschwister. Film Still aus ‚ich war zuhause, aber…‘

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Astrid (Maren Eggert) und der junge Filmregisseur (Dane Komljen) im Disput über Schauspiel-, Tanz- und Film- Kunst, die Wahrheit und das Leben. Film Still aus ‚ich war zuhause, aber…‘. STILLS by courtesy of Nachmittagfilm

Der Filmkritiker BERT REBHANDL schreibt über Bedeutung von Theater für die Filmregisseurin ANGELA SCHANELECs und besonders in ihrem neuen Film:

In „ich war zuhause, aber…“ gibt es in dem langen Gespräch, das Astrid mit dem Filmemacher führt, viele Echos der ästhetischen Theorien, die für das Verhältnis von THEATER und Film, und im weiteren Sinn: von Leben und Kunst, bestimmend sind. Denn es gibt ja immer diese Grenze: das Leben kann man nicht spielen. Eine der revolutionärsten Antworten darauf ist: das Leben kann man nur spielen.
Das THEATER war in der bürgerlichen Gesellschaft lange der Ort, an dem das Menschsein in seiner ganzen Erstreckung zwischen Banalität und höchster Tragik, zwischen Beiläufigkeit und Glück durchmessen wurde. In der Klassik wurde das THEATER zu einem Ort der ästhetischen Erziehung. Für ANGELA SCHANELEC ist das THEATER nach wie vor eine wichtige Instanz: In ‚Nachmittag‘ sieht man sie als Bühnenschauspielerin, in ‚ich war zuhause, aber…‘ verwendet sie eine Shakespeare-Übersetzung, die sie mit ihrem 2009 verstorbenen Mann JÜRGEN GOSCH erstellt hat. Das THEATER enthält so etwas wie die Grundelemente, die SCHANELEC auch im Kino betont: gegenwärtige Körper, die etwas zum Ausdruck bringen. Atmende, sprechende Wesen, die sich verwandeln können, aber immer auf das Gleiche zielen – auf die Spannweite des Menschen, im Guten wie im Schlechten.
Das THEATER wusste immer um die Künstlichkeit seiner Situation. In der Regel wurde diese als Vorzug genommen, als eine Ausnahme vom Alltag, die es erlaubt, sich über Grundsätzliches zu verständigen. ANGELA SCHANELEC übernimmt dieses Privileg ins Kino, achtet aber sehr darauf, die Ausnahme (eine hoch bewusste Sprachlichkeit und Körperlichkeit) wieder natürlich werden zu lassen….‘

aus: Bert Rebhandel, Moos auf den Steinen – über die Filme von Angela Schanelec
im Pressematerial zu ‚ich war zuhause, aber…‘ http://www.piffl-medien.de

Verfasst von: nickwimmer | 13. August 2019

LARRY GRENADIERs THE GLEANERS Solo CD bei ECM. Faszinierend.


Der amerikanische Jazzbassist LARRY GRENADIER (*1966) hat jetzt bei MANFRED EICHERs Münchner Jazz Label ECM die Solo CD THE GLEANERS (die Ährenleser) veröffentlicht. „The process for making this record“,schreibt er zu seinem faszinierenden Projekt, „began with a look inward, an excavation into the core elements of who I am as a bass player…As a musician I have learned by gleaning bits of information here and there, harvesting ideas that I have found useful that others might have passed over… Performing solo music an the double bass precludes excess…“

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Larry Grenadier. Photo: Juan Hitters (ECM CD booklet)

LARRY GRENADIER spielt sieben Eigenkompositionen ( Oceanic, Pettiford, The Gleaner, Woebegone, Vineland, Lovelair, A Novel in a Sigh ), zwei Kompositionen des Gitarristen Wolfgang Muthspiel ( Bagatelle 1, Bagatelle 2 ), eine John Coltrane / Paul Motion Komposition ( Compassion / The Owl of Cranston), eine George Gershwin Komposition ( My Man’s Gone Now ) und eine Komposition seiner Frau, der Sängerin und Komponistin Rebecca Martin ( Gone Like the Season Does )

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Am Montag 23. März 2020 20Uhr wird LARRY GRENADIER zusammen mit BRAD MEHLDAU und JEFF BALLARD live im Prinzregententheater zu erleben sein. Seit 1995 ist er der Bassist im Trio BRAD MEHLDAUs.

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