NEAL ASCHERSON (*1932 in Edinburgh), von 1960 – 1990 Auslandskorrespondent beim OBSERVER, davon jahrelang Deutschland- und Osteuropakorrespondent mit Sitz in Bonn setzt sich achtzig Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1989 auseinander mit scheinbar gesicherten historischen Einschätzungen „the second world war was inevitable“, „this war was long foreseen“, „its cause can be reduced to a single word: HITLER“ und erklärt: „That consensus is too comfortable not to be challenged“ Mit dem profunden historischen Wissen des erfahrenen politischen Journalisten und mit dem unbestechlich-genauen gegenwärtigen Wahrnehmungsinteresse des engagierten politischen Zeitgenossen schreibt NEAL ASCHERSON diesen enorm packenden Essay:

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NEAL ASCHERSON im Juli 2017 PHOTO: Amit Lennon für THE OBSERVER NEW REVIEW. By courtesy of THE GUARDIAN 30 July 2017

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Text by courtesy of THE GUARDIAN 1 September 2019


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MAXIM GORKI THEATER und Ausweichspielstätte CONTAINER, Freitag 16.August 2019 10:00 Uhr. Photo: Nick Wimmer

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Freitag 16.August 2019, 11:00 Uhr, Probenpause Regisseur Sebastian Nübling, Ensemble und Team. Photo: Nick Wimmer

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Sonntag 18.August 2019, 19:30Uhr vor der Zweitaufführung HERZSTÜCK im Container mit der Aufschrift DE-HEIMATIZE IT! Photo: Nick Wimmer

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Szenenphotos aus DAS HERZSTÜCK. By courtesy of Maxim Gorki Theater

Eine feine, schöne, ganz intensive Theater.pur.produktion mit einem faszinierenden Ensemble dieser vier Schauspielerinnen MARYAM ABU KHALED (*1991 Nazareth), KENDA HMEIDAN (*1992 Syrien), VIDINA POVOV (*1992 Wien), Elena Schmidt (*1982 Wien) und dieser drei Schauspieler MAZEN AJJUBBEH (*1989 geboren in Saudi Arabien, aufgewachsen in Syrien), KARIM DAOUD (*1996 Qalqilya, Palästina), DOMINIC HARTMANN (*1992 Schweiz).

In der Berliner Zeitung am 19.August 2019 erschien diese schöne Review der Theaterkritikerin Doris Meierhenrich:

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Einen Tag später in der Süddeutschen Zeitung 20.August 2019 erschien dieser in jeder Zeile gehässige Verriss des Theaterkritikers Peter Laudenbach:

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der Regisseurin ANGELA SCHANELEC (*1962) rühmt in ihrer Review in DIE ZEIT 15.August 2019. Im KINO MÜNCHNER FREIHEIT ist er zu sehen jeweils um 16:45 Uhr am DO 22. SA 24. SO 25. DI 27. und um 19:15 Uhr am MI 28.AUGUST. Auf großer Leinwand und in feinster Tonqualität. Im WERKSTATTKINO FR 23. um 18:00 Uhr, am SO 25.AUGUST um 11:00 Uhr.

ich war zuhause, aber Filmplakat

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Mondbilder. Film Still aus ‚ich war zuhause, aber…‘

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Geschwister. Film Still aus ‚ich war zuhause, aber…‘

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Astrid (Maren Eggert) und der junge Filmregisseur (Dane Komljen) im Disput über Schauspiel-, Tanz- und Film- Kunst, die Wahrheit und das Leben. Film Still aus ‚ich war zuhause, aber…‘. STILLS by courtesy of Nachmittagfilm

Der Filmkritiker BERT REBHANDL schreibt über Bedeutung von Theater für die Filmregisseurin ANGELA SCHANELECs und besonders in ihrem neuen Film:

In „ich war zuhause, aber…“ gibt es in dem langen Gespräch, das Astrid mit dem Filmemacher führt, viele Echos der ästhetischen Theorien, die für das Verhältnis von THEATER und Film, und im weiteren Sinn: von Leben und Kunst, bestimmend sind. Denn es gibt ja immer diese Grenze: das Leben kann man nicht spielen. Eine der revolutionärsten Antworten darauf ist: das Leben kann man nur spielen.
Das THEATER war in der bürgerlichen Gesellschaft lange der Ort, an dem das Menschsein in seiner ganzen Erstreckung zwischen Banalität und höchster Tragik, zwischen Beiläufigkeit und Glück durchmessen wurde. In der Klassik wurde das THEATER zu einem Ort der ästhetischen Erziehung. Für ANGELA SCHANELEC ist das THEATER nach wie vor eine wichtige Instanz: In ‚Nachmittag‘ sieht man sie als Bühnenschauspielerin, in ‚ich war zuhause, aber…‘ verwendet sie eine Shakespeare-Übersetzung, die sie mit ihrem 2009 verstorbenen Mann JÜRGEN GOSCH erstellt hat. Das THEATER enthält so etwas wie die Grundelemente, die SCHANELEC auch im Kino betont: gegenwärtige Körper, die etwas zum Ausdruck bringen. Atmende, sprechende Wesen, die sich verwandeln können, aber immer auf das Gleiche zielen – auf die Spannweite des Menschen, im Guten wie im Schlechten.
Das THEATER wusste immer um die Künstlichkeit seiner Situation. In der Regel wurde diese als Vorzug genommen, als eine Ausnahme vom Alltag, die es erlaubt, sich über Grundsätzliches zu verständigen. ANGELA SCHANELEC übernimmt dieses Privileg ins Kino, achtet aber sehr darauf, die Ausnahme (eine hoch bewusste Sprachlichkeit und Körperlichkeit) wieder natürlich werden zu lassen….‘

aus: Bert Rebhandel, Moos auf den Steinen – über die Filme von Angela Schanelec
im Pressematerial zu ‚ich war zuhause, aber…‘ http://www.piffl-medien.de

Verfasst von: nickwimmer | 13. August 2019

LARRY GRENADIERs THE GLEANERS Solo CD bei ECM. Faszinierend.


Der amerikanische Jazzbassist LARRY GRENADIER (*1966) hat jetzt bei MANFRED EICHERs Münchner Jazz Label ECM die Solo CD THE GLEANERS (die Ährenleser) veröffentlicht. „The process for making this record“,schreibt er zu seinem faszinierenden Projekt, „began with a look inward, an excavation into the core elements of who I am as a bass player…As a musician I have learned by gleaning bits of information here and there, harvesting ideas that I have found useful that others might have passed over… Performing solo music an the double bass precludes excess…“

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Larry Grenadier. Photo: Juan Hitters (ECM CD booklet)

LARRY GRENADIER spielt sieben Eigenkompositionen ( Oceanic, Pettiford, The Gleaner, Woebegone, Vineland, Lovelair, A Novel in a Sigh ), zwei Kompositionen des Gitarristen Wolfgang Muthspiel ( Bagatelle 1, Bagatelle 2 ), eine John Coltrane / Paul Motion Komposition ( Compassion / The Owl of Cranston), eine George Gershwin Komposition ( My Man’s Gone Now ) und eine Komposition seiner Frau, der Sängerin und Komponistin Rebecca Martin ( Gone Like the Season Does )

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Am Montag 23. März 2020 20Uhr wird LARRY GRENADIER zusammen mit BRAD MEHLDAU und JEFF BALLARD live im Prinzregententheater zu erleben sein. Seit 1995 ist er der Bassist im Trio BRAD MEHLDAUs.


Gestern abend in Anwesenheit der Filmcrew im Filmkunsttheater ‚für anspruchsvolle Besucher‘ NEUES ROTTMANN im Rahmen der 67. Filmkunstwochen, am Sonntagmorgen 11. August noch einmal im CADILLAC Rosenkavalierplatz um 11:00 Uhr. Und danach stay tuned, Ausschau halten, wo dieser fetzige, gewagte, schöne Film zu sehen ist. Der Debutfilm der Regisseurin NADINE KEIL, die auch das Drehbuch geschrieben hat, zusammen mit BARBARA TE KOCK, nach kreativen Improvisationsvorarbeiten mit diesem kleinen ganz besonderen Schauspieler*innen Ensemble MARIA WÖRDEMANN + KLARA WÖRDEMANN + AARON ARENS + MICHAEL KRANZ als die vier jungen SommerNachtsTraumLiebesSehnsuchtsVerwirrten + LILLY FORGACH + BUTZ ULRICH BUSE + LUISE BÄHR als die drei älteren, die mit ihrer ungestillten Liebessehnsucht und ihrer Sommernachtsverwirrung den Jüngeren keine Orientierungshilfe sind. Realisiert werden kann so ein kleines Filmkunstwerk dann, wenn neugierige, wagnisaffine Filmkunstmenschen Rückhalt geben, ein Produzent, zum Beispiel, wie bei diesem Film: FELIX VON POSER.

So viele banale, belanglose deutsche Filme werden gedreht, weil so viele Einspielzahlen- Bedenkenkrämer dem Zuschauer nichts mehr zutrauen.

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Ein deutscher, französischer, europäischer Film. Ein Autor*innenfilm. Ein faszinierend ruhiger, genauer, intensiver Film. Ein Film mit einem überzeugenden Ensemble bühnen- und drehort-erfahrener Schauspieler*innen, in der zentralen Rolle der Anna mit einer enormen Ausstrahlung Jana Klein,in der hinreißendsten Begegnung gegen Ende des Films zusammen mit Liliane Rovere, einer Grande Dame des französischen Kinos. Ein Film mit einem genialen Drehbuch der Regisseurin mit dem Co-Autor Peter V. Jung. Ein Film mit feinen, prägnanten, hochkonzentrierten, intelligenten Dialogen. Ein Film mit einer kongenial sorgfältigen Bildgestaltung der Kamerafrau, Photographin und Filmemacherin Sarah Blum. Ein Film vom ersten Bild an o h n e illustrierenden Filmmusiksoundtrack. Ein Film m i t einer kongenial sorgfältigen urban soundscape Tongestaltung. Ein Film, intensiv geprobt, an nur zwanzig Tagen gedreht, fast ein Jahr lang im editing room komponiert, the film editor: Johanna Pauline Maier. Ein Film mit zwei cineastischen Produzenten als Rückhalt, Martin Blankemeyer und Francois Xavier Frantz. Ein Gesamtkunstwerk, dieser ganz wunderbare HFF Abschlussfilm.

An drei Abenden – Mo 5. Di 6. Mi.7.August- ist dieser Film jetzt in München zu sehen gewesen, im Werkstattkino in der Frauenhoferstraße 9. Nur dreimal bisher.

Einschlafen über einem Gemälde von Watteau

Jana Klein (Anna). Einschlafen über dem Gemälde ‚Die Einschiffung nach Kythera‘ von Watteau. Szene in der ersten Nacht, im Hotel, in Paris, aus dem Film UN CAFE SANS MUSIQUE C’EST RARE A PARIS. Und in diesem Augenblick der Stille Klaviermusik COLD SONG. ( What power art thou? Who from below hast made me rise? Unwillingly and slow from beds of everlasting snow!), eine Improvisation über der Arie aus dem 3.Akt der Oper KING ARTHUR von HENRY PURCELL, gespielt von der Regisseurin selbst.

Johanna Pauline Maier

JOHANNA PAULINE MAIER. Geb. 1976 in Berlin-Ost. 1985 Ausreise der Familie in die damalige Bundesrepublik, Abitur in Mainz, Studium der Philosophie, Sinologie (HU Berlin, Beida Peking, Paris VII und LMU München) und Dokumentarfilmregie (Filmhochschule Peking, HFF München). Erster Spielfilm DIE SCHWÄRMER, nach dem gleichnamigen Theaterstück von Robert Musil, 81’min, D/F 2013. Dokumentarfilme u.a. ‚AGNES VARDA UND DIE KAMERA‘ 42′, D/F 2007. ‚VLADO KRISTL: ICH BIN EIN MENSCH-VERSUCH’85’min,D 2005.

Ein hochinteressantes Gespräch mit der Filmemacherin über ihren Film UN CAFE SANS MUSIQUE C’EST RARE A PARIS

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erlebt.

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Quelle: http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/filme/un-cafe-sans-mus…
Materialien zum Film bereitgestellt vom Koproduzenten Münchner Filmwerkstatt e.V.

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