. . . in der SEIDLVILLA am Nicolaiplatz in Schwabing U3/U6 Gisela Straße. Eine JAZZ-Entdeckung, ein JAZZ-Erlebnis . . . .

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Am 9. Januar 2014 wurde das Dokumentartheaterstück WELTENBRAND  von Tobias Ginsburg und Daphne Ebner in der SchauBurg uraufgeführt, ein Stück über Giftgas, entwickelt von dem deutschen Chemiker und späteren Nobelpreisträger Fritz Haber, eingesetzt in den Schützengräben des ersten Weltkrieg, danach in Luftangriffen gegen Aufständische im Maghreb . . . . Im Orbiterblog am 29. März 2016 schrieb ich über einen ganz unvermuteten, verstörenden  Zusammenhang zwischen diesem Giftgaseinsatz in den 1920er Jahren damals in Nordafrika und den Anschlägen in Paris und Brüssel im Frühjahr 2016.

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Das Plakat von Günter Mattei zum Stück und ein Szenenbild mit einem gefangenen französischen General und zwei Aufständischen des Rebellenführers Abd-el-Krim

weltenbrand_017.jpgDas SchauburgEnsemble: Lucca Züchner, Dan Glazer, Thorsten Krohn, Peter Wolter, Regina Speiseder (v.l.n.r.)  PHOTO: George Podt

Am Dienstag 10.Oktober 19:15 – 20:00 Uhr sendet der Deutschlandfunk ein Feature von Gerit von Leitner „Europas vergessener Krieg im Maghreb“.  Im Ankündigungstext heißt es:“Spanische Flieger, die Dörfer mit  d e u t s c h e m   G i f t g a s   bombadieren? Franzosen, die unter den Augen der Briten eine islamische Republik aushungern? Der erste Weltkrieg war kaum beendet, da raufte sich Europa zu einem vergessenen Kolonialkrieg zusammen. . . . Gerit von Leitner trägt vergessene Fakten aus Militärarchiven zusammen und wird in immer noch verseuchten Landstrichen mit einer sehr lebendigen Erinnerung konfrontiert . . . .“ .

 


drei.stunden.lang.am.montag.neunter.oktober.achtzehn.uhr.dreißig.bis.ein.und.zwanzig. uhr.dreißig.am.marienplatz.drei.stunden.lang.PEGIDA.dauer.beschallung.video.ordinär. .stationär.#NO

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Photo: Nick Wimmer 2017

 

 

Verfasst von: nickwimmer | 3. Oktober 2017

Am 3. Oktober 1988, heute vor neunundzwanzig Jahren . . .


. . . . starb  F r a n z  J o s e f  S t r a u ß (* 6.9.1915 in München). Menschen mit wohligen Erinnerungen an eine angeblich geordnete Welt in Bayern damals, aber mit einem ausgeprägt schlechten Gedächtnis sind entsetzt, dass es rechts neben der CSU aufeinmal eine gruselige rechtsextreme Partei gibt und diese Leimrutenfänger („Die AfD hält, was CSU verspricht“.“Strauß würde AfD wählen“.) auch noch gewählt werden. Aber damals 1983, fünf Jahre vor dem Ableben von FJS war in Bayern die Partei DIE REPUBLIKANER gegründet worden, 1985 intrigierte sich Franz Schönhuber  an die Spitze, löste bei der CSU eine Panikattacke aus – vorübergehend – als das Horrorszenario eines bayerischen Front Nationale phantasiert wurde. Alles schon vergessen. Fragezeichen, Rufzeichen.

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Der Leichenzug von der Residenz zum Siegestor am 7.Oktober 1988. Spätnachmittag. PHOTOS: Klaus Weinzierl


Aus den Niederlanden der Cellist Ernst Reijseger und der Pianist Harmen Fraanje mit dem  Perkussionisten und Sänger Mola Sylla aus dem Senegal  l i v e  in der Unterfahrt. Ein Konzert dieses Trios ist in jedem Augenblick überraschend, spannend, aufregend, großartig. Beim exquisten Münchner Label WINTER&WINTER sind zwei wunderbare Alben der drei erschienen  d o w n   d e e p  (2013) und  c o u n t  t i l l  z e n  (2015) . Für Schauburg-Fans sind Ernst Reijseger und Mola Sylla keine Unbekannten, die beiden waren im November 2001 und im Januar 2004 bereits zu Gast in München, damals am Elisabethplatz in der Reihe JAZZ FÜR KINDER, Ernst Reijseger zusammen mit wechselnden Duos und Trios insgesamt acht mal. Jedesmal eine Entdeckung, jedesmal ein Ereignis. Meine Empfehlung für Theaterfans – am Mittwochabend das Isarufer wechseln und in der Unterfahrt am Max Weber Platz, Einsteinstr. 42 mit dem Reijseger Fraanje Sylla Trio  l i v e  zum Jazzfan werden. Karten reservieren: http://www.unterfahrt.de

 

 

 

Verfasst von: nickwimmer | 30. September 2017

#NO heißt NEIN, jetzt, am 2. Oktober


Die AfD als gruselige Fraktion drin im Bundestag, Pegida als gruselige AfD-APO draußen. Jetzt, am ersten Montag im Oktober vor dem Tag der deutschen Einheit, von 13 – 16 Uhr auf dem Mrienplatz, eine stationäre Versammlung, nur noch eine in der ganzen Woche, aber immer noch eine. Der Münchner Pegidachef, the man in black dort auf dem Bild, darf so eine Versammlung nicht mehr leiten, hat das Münchner Verwaltungsgericht jetzt geurteilt, er habe eindeutig erkennen lassen, „dass er einen gewalttätigen und aufrührerischen Verlauf der ohnehin schon aufgeheizten und angespannten Versammlungen anstrebt oder zumindest billigt“. (SZ 27.09.2017)

IMG_20170623_0001 (3)Photo: Nick Wimmer 2017

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