von OLGA BACH (*Berlin 1990) nach „Professor Bernhardi“ von Arthur Schnitzler in der Inszenierung von ERSAN MONTAG (*Berlin 1987) Komposition: DIANA SYRSE (*Mexiko Stadt 1984) Bühne: NINA PELLER Kostüme: TERESA VERGHO Licht: CHARLOTTE MARR. Visuell grelles Theater irritierend provozierend verstörend komisch politisch beunruhigend, aufgeführt von sechs tollen Schauspieler_Innen, Damian Rebgetz, Thomas Hauser, Samouil Stoyanov (für den Erkrankten sprang in der Zweitaufführung gestern Stefan Merki ein, mit dem Textbuch, großartig), Christian Löber, Michael Gempert und in der Titelrolle der Dr. Selin Alici, Polizeipräsidentin von München, parteilos, Hürdem Riethmüller zusammen mit der wunderbaren Sängerin und Performerin Jelena Kuljic.
Die nächsten sechs Vorstellungen im Januar Do31. im Februar Mi6. Do14. Sa23. im März Fr15. und So31.

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Samouil Stoyanov, Christian Löber, Damian Rebgetz, Thomas Hauser, Hürdem Riethmüller, Michael Gempert

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Christian Löber und Damian Rebgetz

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im Hintergrund dritte von links Jelena Kuljic PHOTOS: Armin Smailovic

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Das neue Stück der israelischen Theaterautorin und Dramaturgin MAYA ARAD YASUR (*1976) in der Inszenierung der jungen israelischen Regisseurin SAPIR HELLER(*1989). Premiere heute Sonntagabend 27.Januar 2019. Ich konnte die Hauptprobe miterleben. Starkes, packendes, zeitgenössisch seismographisches Theater. Unbedingt sehenswert. Die nächsten Vorstellungen auf der kleinen Bühne des Volkstheaters im Februar Fr1. Sa2. So3. Fr8. Sa9. Sa21.

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Philipp Lind, Jonathan Hutter, Nina Stells. PHOTO: Gabriela Neeb

In einem hochinteressanten Gespräch Egbert Tholls in der SZ am Wochenende (26./27.1.19 Seite R17) mit der Autorin und der Regisseurin sagt May Arad Yasur zu ihrem Stück: „Im Hebräischen gibt es einen Satz, der lautet: Alle Mittel sind koscher. Das heißt, dass Geschichte immer subjektiv ist, immer von dem abhängt, der sie erzählt. Ich finde es gerade gut, dass einige der hier entwickelten Geschichten völlig absurd sind. So muss man sich gar nicht so sehr auf eine – vermutlich unwahre – Einzelgeschichte konzentrieren, sondern kann sich mit Größerem beschäftigen. Mit jüdischer/israelischer Identität in Europa, mit Schuldfragen, kollektiven oder individuellen“. Und Sapir Heller, die seit zehn Jahren München als eine Art home base betrachtet, sagt: „Wenn ich in München sage, ich bin Regisseurin und komme aus Israel, sagen alle: wow. Kunst in Israel zu machen ist schwierig, finanziell und politisch. Aber ich bin nicht die Repräsentantin Israels…in Deutschland beschäftigt man sich viel mit ehemaligen Nazis und heutigen Neonazis, jede Schulklasse besucht eine Gedenkstätte. Aber ich bin immer erstaunt, wie wenig man weiß über die Geschichte d e r e i g e n e n G r o ß v ä t e r“.

Von Maya Arad Yasar war 2017 am Volkstheater beim Festival RADIKAL JUNG ihr Stück „Gott wartet an der Haltestelle“ zu sehen in der Inszenierung Pinar Karabuluts für das Staatsschauspiel Dresden.


Mit 432 gegen 202 Stimmen wurde der von der Regierung mit der EU ausgehandelte Austrittsvertrag abgelehnt. What’s next to prevent the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland from c r a s h i n g out of Europe?

heute abend im unterhaus in london

Photograph: Reuters. By courtesy of THE GUARDIAN 15 January 2019


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2 0 1 9 ? “ Falls sie durchfallen, dürfen die l e t z t e n Absolventen des neunjährigen Gymnasiums ihre Prüfungen im September wiederholen“. SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Donnerstag 10.September 2 0 1 0 . Photo:oh


. . . Fabulierkunst, seinem Sprachwitz, seiner Neugier ( welcher andere recherchiert schon jahrelang in BRÜSSEL ? ), seiner Begeisterungsfähigkeit, seinem unbedingten Wunsch, die Welt ein bisschen besser zu machen. Robert ist das Gegenteil von einem Zyniker. Er ist ein leidenschaftlicher Träumer und ein brillianter Geschichtenerzähler. Früher waren das keine Schimpfworte. Auch heute haben wir die Träumer ebenso nötig wie die Juristen, die Dichter und Philosophen ebenso wie die Kaufleute. . .“

Ein wichtiger, ein wesentlicher Text von Eva Menasse, die 2017 den Österreichischen Buchpreis erhielt, über den maßlosen Versuch der öffentlichen Demontage Robert Menasses und seines großen europäischen Romans DIE HAUPTSTADT.
Süddeutsche Zeitung Dienstag 9.Januar 2019 FEUILLETON S.9 „Am Beispiel meines Bruders“ von Eva Menasse


. . . und jede Vision eines nachnationalen Europas als Spinnerei abzutun . . .“, schreibt heute Samstag 5.Januar 2019 in DIE WELT und in DIE PRESSE der Autor des Romans Die Hauptstadt in seiner vehementen Antwort auf „die Schürer des ‚Skandals‘, die mir in rasch hingeworfenen Artikeln ‚Fälschung‘, ‚Bluff‘ und ‚Lüge‘ vorwerfen“.
Hier der Anfang seines Textes und die Verknüpfung zum vollständigen Text.

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googlen: Robert Menasse, Was heißt da „Betrug“? Die Presse 05.01.2019

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