Das künstlerische Team dieser ziemlich kühnen Gastproduktion: Der Komponist: Gerhard Stäbler. Der Librettist: Christopher Grondahl. Der Regisseur: Sebastian Bauer. Die Geigerin: Gertrud Schilde. Der Percussionist: Philipp Nicklaus. Die Sängerin in der Rolle der Mia: Karera Fujita. Der Sänger in der Titelrolle des Simon: Stefan Blum. Die Bühnen- und Kostümbildnerin: Petra Weikert. Die Videokünstlerin: Dafne Narvaez Berlfein. Der Lichtgestalter: Jochen Massar.

* (zitiert aus dem sehr pointiert formulierten ProgrammPoster)DIE KOMMUNIKATION IM DIGITALEN ZEITALTER: „…Die digitale Konversation wird zum ständigen Begleiter. Auf der einen Seite kann das bei den Kommunizierenden das Gefühl von Verbundenheit verstärken aber auch im Widerspruch dazu den sozialen Wert des Gesprächs reduzieren.“ Und GEHEIMNISSE: „Geheimnisse sind die Währung der Freundschaft. In der Geschichte von Mia und Simon verhält sich die Situation mit den Geheimnissen ambivalent. Sowie die Heimlichkeiten die beiden auf der einen Seite von einander trennen und sie von der Welt isolieren, sind sie auf der anderen Seite auch das, was sie miteinander verbindet. Beide können sich durch die Begegnung miteinader der Bewältigung der eigenen Ängste und Erfahrungen stellen und das bisher vor der Welt und dem Selbst Geheimgehaltene hinter sich lassen“.

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Philipp Nicklaus, Stefan Blum

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Philipp Nicklaus, Karera Fujita, Stefan Blum

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Stefan Blum, Karera Fujita, Gertrud Schilde

Photos: Cordula Treml. By courtesy of Schauburg.

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Verfasst von: nickwimmer | 30. April 2019

Irgendwas in der Mitte. DEUTSCHABITUR 30.APRIL 2019 in BAYERN


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Und jetzt im DEUTSCH-ABITUR am DIENSTAG 30.APRIL 2019 Texte von . . . .

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Mal schauen, wer von diesen Autor*Innen es diesmal in die AUFGABE I, II oder III der bayerischen ABITURPRÜFUNG 2019 im Fach DEUTSCH schafft.


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STATEMENT DER JURY DES BERLINER THEATERTREFFENS 2019
„THOM LUZ in der Nebelmaschinenfabrik – es ist so folgerichtig wie skurril und gleichzeitig melancholisch. Das Personal der titelgebenden Werkstätte ist von der Sorte, die eine Besucherin, wenn denn einmal eine vorbeikommt, mit einem vierstimmigen Madrigal begrüßt: nicht übertrieben welttüchtig. Und nichts kann diese Menschen glücklicher machen, als wenn sich die Besucherin daraufhin das ganze Arsenal an Firmenartikeln vorführen lässt, von der zigarettenschachtelgroßen Handnebelmaschine bis zur vielstimmigen Nebelpfeifenorgel. THOM LUZ bringt an diesem Abend auf den Verpuffungspunkt, was er seit jeher zu fassen suchte: die BEILÄUFIGKEIT des SCHÖNEN, das FESTHALTEN am AUFSCHEIN. ‚Le passage d’un nuage'(das Verschweben der Wolke), wie es das Lied von Francis Poulenc beschreibt, des französischen Komponisten, zwischen Spätromantik und Maschinenmodern, der in dieser Inszenierung maßgebend vertreten ist. Der Abend selbst ist strukturell als musikalisches Nebelbild angelegt, mit Exposition, Durchführung und Variationen, die gegen Ende immer unschärfer werden und sich langsam auflösen.“
Im Magazin zum BERLINER THEATERTREFFEN 2017 beschreibt Till Briegleb sprachmächtig ganz wunderbar das Theater des Schweizer Theatermagiers so: „THOM LUZ ist ein Meister des feinen Unterschieds. Deswegen sind seine Nebelabende auch so etwas wie musikalische Luftpost. Sie versenden ihre schönen Nachrichten irgendwie mit Nichts, durch das Nichts, auf dem Nichts. Jedenfalls mit nichts Greifbarem. THOM LUZ möchte nicht falsch beeindrucken. E r m ö c h t e f e i n b e e i n d r u c k e n . Das ist seine schwebende Neudefinition von Komödie. LUZ‘ Experten des Sonderlichen sind Widerständlicher gegen Festlegungen, Dissidenten der Vernunft und ihrer Wertmaschine aus Ware und Zahl. Ihr Vorbild ist DIE NEBELMASCHINE, denn die schafft Bilder, Atmosphäre, Magie, durch die der Klang der Musik hindernislos hindurchdringt“.

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Szenenphoto by courtesy of Sandra Then


WARTEN AUF GODOT“ , inszeniert von Nicolas Charaux, hat heute abend Premiere im Münchner Volkstheater. „Die Frage, wer Godot eigentlich ist“, meint Christiane Lutz heute vormittag in ihrer SZ-Preview, „die stellt heute ja schon gar niemand mehr. Viel zu lang haben sich Anglisten, Theaterzuschauer und Regisseure den Kopf darüber zerbrochen und sind doch zu keiner Antwort gekommen. Genau so, wie Samuel Beckett das von Anfang an gewünscht hatte. Trotzdem wird „WARTEN AUF GODOT“ noch immer gern inszeniert, vermutlich wegen der Poesie der Sprache, der Melancholie der Figuren, dem feinen Humor und jenem Gefühl des behüteten Verlorenseins in Becketts Szenen“. Ach ja, die metaphysische Lesart, ‚jenes Gefühl des behüteten Verlorenseins‘.

„DAS ACH-SO!-ERLEBNIS Worum es in Becketts „Warten auf Godot“ wirklich geht“ – unter dieser Überschrift besprach in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG 17.November 2008 der Literaturwissenschaftler JÖRG DREWS ein „atemberaubendes, 187 kleinformatige Seiten dünnes Bändchen“: PIERRE TEMKINE: Warten auf Godot. Das Absurde und die Geschichte Matthes & Seitz, Berlin 2008

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In meinem Blog habe ich am 16.Januar 2018 a’ha(:)>musica viva>Samuel Beckett>Warten auf Godot>neu gelesen davon berichtet. Jetzt ist Jörg Drews Review viel besser zu lesen. Spannend. Aufregend.

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