Verfasst von: nickwimmer | 21. August 2019

ANGELA SCHANELECs Film „ich war zuhause, aber. . .“ Großartig, `dieses Kino der lichten Klarheit´, wie Katja Nicodemus den neuen Film


der Regisseurin ANGELA SCHANELEC (*1962) rühmt in ihrer Review in DIE ZEIT 15.August 2019. Im KINO MÜNCHNER FREIHEIT ist er zu sehen jeweils um 16:45 Uhr am DO 22. SA 24. SO 25. DI 27. und um 19:15 Uhr am MI 28.AUGUST. Auf großer Leinwand und in feinster Tonqualität. Im WERKSTATTKINO FR 23. um 18:00 Uhr, am SO 25.AUGUST um 11:00 Uhr.

ich war zuhause, aber Filmplakat

film still aus ich war zuhause, aber.png
Mondbilder. Film Still aus ‚ich war zuhause, aber…‘

film still 2 aus ich war zuhause, aber
Geschwister. Film Still aus ‚ich war zuhause, aber…‘

film still 3 aus ich war zuhause, aber
Astrid (Maren Eggert) und der junge Filmregisseur (Dane Komljen) im Disput über Schauspiel-, Tanz- und Film- Kunst, die Wahrheit und das Leben. Film Still aus ‚ich war zuhause, aber…‘. STILLS by courtesy of Nachmittagfilm

Der Filmkritiker BERT REBHANDL schreibt über Bedeutung von Theater für die Filmregisseurin ANGELA SCHANELECs und besonders in ihrem neuen Film:

In „ich war zuhause, aber…“ gibt es in dem langen Gespräch, das Astrid mit dem Filmemacher führt, viele Echos der ästhetischen Theorien, die für das Verhältnis von THEATER und Film, und im weiteren Sinn: von Leben und Kunst, bestimmend sind. Denn es gibt ja immer diese Grenze: das Leben kann man nicht spielen. Eine der revolutionärsten Antworten darauf ist: das Leben kann man nur spielen.
Das THEATER war in der bürgerlichen Gesellschaft lange der Ort, an dem das Menschsein in seiner ganzen Erstreckung zwischen Banalität und höchster Tragik, zwischen Beiläufigkeit und Glück durchmessen wurde. In der Klassik wurde das THEATER zu einem Ort der ästhetischen Erziehung. Für ANGELA SCHANELEC ist das THEATER nach wie vor eine wichtige Instanz: In ‚Nachmittag‘ sieht man sie als Bühnenschauspielerin, in ‚ich war zuhause, aber…‘ verwendet sie eine Shakespeare-Übersetzung, die sie mit ihrem 2009 verstorbenen Mann JÜRGEN GOSCH erstellt hat. Das THEATER enthält so etwas wie die Grundelemente, die SCHANELEC auch im Kino betont: gegenwärtige Körper, die etwas zum Ausdruck bringen. Atmende, sprechende Wesen, die sich verwandeln können, aber immer auf das Gleiche zielen – auf die Spannweite des Menschen, im Guten wie im Schlechten.
Das THEATER wusste immer um die Künstlichkeit seiner Situation. In der Regel wurde diese als Vorzug genommen, als eine Ausnahme vom Alltag, die es erlaubt, sich über Grundsätzliches zu verständigen. ANGELA SCHANELEC übernimmt dieses Privileg ins Kino, achtet aber sehr darauf, die Ausnahme (eine hoch bewusste Sprachlichkeit und Körperlichkeit) wieder natürlich werden zu lassen….‘

aus: Bert Rebhandel, Moos auf den Steinen – über die Filme von Angela Schanelec
im Pressematerial zu ‚ich war zuhause, aber…‘ http://www.piffl-medien.de


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