Verfasst von: nickwimmer | 27. Januar 2019

TheaterEmpfehlung (im VOLKSTHEATER) AMSTERDAM auf der Kleinen Bühne. Deutsche Erstaufführung.


Das neue Stück der israelischen Theaterautorin und Dramaturgin MAYA ARAD YASUR (*1976) in der Inszenierung der jungen israelischen Regisseurin SAPIR HELLER(*1989). Premiere heute Sonntagabend 27.Januar 2019. Ich konnte die Hauptprobe miterleben. Starkes, packendes, zeitgenössisch seismographisches Theater. Unbedingt sehenswert. Die nächsten Vorstellungen auf der kleinen Bühne des Volkstheaters im Februar Fr1. Sa2. So3. Fr8. Sa9. Sa21.

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Philipp Lind, Jonathan Hutter, Nina Stells. PHOTO: Gabriela Neeb

In einem hochinteressanten Gespräch Egbert Tholls in der SZ am Wochenende (26./27.1.19 Seite R17) mit der Autorin und der Regisseurin sagt May Arad Yasur zu ihrem Stück: „Im Hebräischen gibt es einen Satz, der lautet: Alle Mittel sind koscher. Das heißt, dass Geschichte immer subjektiv ist, immer von dem abhängt, der sie erzählt. Ich finde es gerade gut, dass einige der hier entwickelten Geschichten völlig absurd sind. So muss man sich gar nicht so sehr auf eine – vermutlich unwahre – Einzelgeschichte konzentrieren, sondern kann sich mit Größerem beschäftigen. Mit jüdischer/israelischer Identität in Europa, mit Schuldfragen, kollektiven oder individuellen“. Und Sapir Heller, die seit zehn Jahren München als eine Art home base betrachtet, sagt: „Wenn ich in München sage, ich bin Regisseurin und komme aus Israel, sagen alle: wow. Kunst in Israel zu machen ist schwierig, finanziell und politisch. Aber ich bin nicht die Repräsentantin Israels…in Deutschland beschäftigt man sich viel mit ehemaligen Nazis und heutigen Neonazis, jede Schulklasse besucht eine Gedenkstätte. Aber ich bin immer erstaunt, wie wenig man weiß über die Geschichte d e r e i g e n e n G r o ß v ä t e r“.

Von Maya Arad Yasar war 2017 am Volkstheater beim Festival RADIKAL JUNG ihr Stück „Gott wartet an der Haltestelle“ zu sehen in der Inszenierung Pinar Karabuluts für das Staatsschauspiel Dresden.

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