Verfasst von: nickwimmer | 15. Dezember 2016

„Ganz ungezwungen und frei“ heißt es in der Schauburg, wo …


…George Podt Skármetas mit dem UNESCO-Preis ausgezeichnete Geschichte auf die Bühne gebracht hat. Die Art und Weise, wie er das tat, zeigt noch einmal ganz deutlich, was das Theater der Jugend unter Podts Leitung ein gutes Vierteljahrhundert ausgemacht hat“, schreibt die erfahrene, empathische und neugierige Theaterkritikerin Sabine Leucht in ihrer feinen theatre review dieser Inszenierung ‚DER AUFSATZ‘ (in: Münchner Feuilleton DEZEMBER 2016  Nr. 58  Seite 4) „….Und obwohl es erklärte Schauburg-Absicht ist, Kindern die grausameren Aspekte der Realität nicht vorzuenthalten, von denen schließlich auch heute noch viele Minderjährige betroffen sind, lassen Bilder und Erzählung Pedro alias Chico, den Kleinen, sportliche Erfolge feiern, erste Küsse bedauern und zwischen kühlem Wasser und einem Dach aus Blättern einfach nur Kind sein. Was das aber auch bedeutet, zeigt seine scharfsinnige Reaktion auf den Aushorchversuch durch das Militär, die nicht verraten werden soll“. Und Sabine Leucht schließt diesen schönen Text ab mit einem Gedankenbogen, der alles enthält, was diese unverwechselbare Theater  a f i c i o n a d a  ( a person who is very knowledgeable and enthusiastic about ….) und Wegbegleiterin der Schauburg-Ära George Podt & Dagmar Schmidt ausmacht: „Dieser feingesponnene Stoff gibt genügend Gesprächsanlässe für den abendlichen Familientisch. Dort könnte man etwa erklären, welche Rolle früher das Radion spielte und gemeinsam zurückgehen zu den Zeiten, in denen Informationen über Gott und die Welt noch nicht pausenlos und ungefragt aus allen Ritzen quollen. Ja, auch um die eigene Jugend könnte es dabei gehen – und dabei vielleicht einmal mehr zu lernen,  w i e   a u f m e r k s a m   u n d   k l u g   a u c h  d i e   h e u t i g e   i s t. „

In der TAZ am Dienstag 13. Dezember 2016 Seite 15 schreibt Sabine Leucht einen sehr differenzierten und sehr genauen Kommentar über die „Krise“ an den Münchner Kammerspielen: „Mangelndes Glück oder ein Strukturproblem?“

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