Verfasst von: nickwimmer | 23. September 2016

„Allzu oft geht das allgemeine Reden über Ängste und Verunsicherung mit dem Unwillen einher,….


….genau hinzuschauen“, schreibt JENS BISKY in einem hochinteressanten, wesentlichen Artikel ‚Die Angst davor, von Hass zu reden – Kann man AfD oder Pegida mit Bedrohungsgefühlen erklären‘ (SZ 22.September 2016, Seite 11) und fährt fort :“Weder die Aktivisten der Identitären Bewegung, noch die öffentlichen Figuren der Partei, die das „V.ö.l.k.i.s.c.h.e“ wiederbeleben will, wirken verunsichert, ratlos. Die P.e.g.i.d.a.-S.p.a.z.i.e.r.g.ä.n.g.e.r. haben nicht Ängste artikuliert, sondern die Machtfrage gestellt……Nicht Verunsicherung, sondern die Gewissheit, im Besitz der Wahrheit zu sein, zeichnet Populisten aus. Diese Festigkeit fasziniert viele. Sie ist mit Hass auf die Eliten verbunden. Die Elitenverachtung und das Versprechen, mit ihnen abzurechnen, tragen wahrscheinlich am meisten zur Mobilisierung bei. Statt von Ängsten wäre von Zorn und Hass zu reden.“

Und dazu gestern in der TAZ. Die Tageszeitung  22.September 2016, Seite 12 der Teil Zwei der AFD Serie von Sabine am Orde, der innenpolitischen Korrespondentin der taz „Diese komplizierte Welt – Viele Wähler der AfD sind gebildet, gut situiert -und wähnen sich im Kulturkampf gegen Muslime. Schwule, Feministinnen“ :

„…..Deutschland vollzieht nach, was sich in anderen europäischen Ländern  wie Österreich, Frankreich oder den Niederlanden längst abgespielt hat. Die dortige Erfahrung und viele Studien zeigen: Nicht nur das Prekariat ist anfällig für rassistische, nationalistische und völkische Parolen. Rechtspopulistische Einstellungen finden in allen gesellschaftlichen Gruppen Zuspruch. Bislang haben die anderen Parteien einen Teil der AnhängerInnen eingehegt, jetzt finden sie bei der AfD eine politische Heimat….. Das heißt: Um den Rechstpopulisten das Wasser abzugraben, braucht es weit mehr als  gute Sozialpolitik. Der Kampf um eine weltoffene und liberale Gesellschaft muss offensiv geführt werden – überall und ganz direkt. Das gilt für die Politik, aber auch für Debatten am Arbeitsplatz und unter Freunden, in der U-Bahn und an der Kasse im Supermarkt…. Dieser Kampf muss wirklich noch einmal gewonnen werden.“

 

 

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