Verfasst von: nickwimmer | 6. September 2016

„floskellos und schlackenfrei“


Auf die Frage „Was können Museen tun, um für junge Erwachsene, die zu den schwer erreichbaren Zielgruppen zählen, interessant zu werden?“ gibt der Kunstgeschichts – professor an der Münchner Akademie für bildende Künste Prof.Dr.Walter Grasskamp im Gespräch mit der SZ (5. September 2016, S. R20) eine schöne, lebenskluge Antwort: „Ältere Menschen sind nicht die schlechtesten Museumsbesucher, und Alter allein ist kein Argument. Einfach nur junge Menschen in die Kunstmuseen locken zu wollen, ist ja auch kein Bildungsprogramm, vor allem, wenn die sich dort nur selber fotografieren wollen. Viele Museen haben inzwischen gelernt, altersdifferenzierte Bildungsangebote zu machen und auch auf Verschiebungen in der Gesellschaft, wie jetzt bei den vielen Migranten, zu reagieren. Wie diese Angebote fruchten, lässt sich nur lebenszeitlich erkennen, also nicht statistisch. Das Kunstmuseum muss sich zudem in der neuen mediengeprägten Lebenswelt behaupten, in der offenbar niemand f l o s k e l l o s  und  s c h l a c k e n f r e i   benennen kann, worin Bildung heute bestehen sollte und müsste.  Ich übrigens auch nicht.“

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