Verfasst von: nickwimmer | 11. November 2014

>>DENK MAL Erinnerung im öffentlichen Raum – ein tief beeindruckendes Projekt am Elisabethplatz drüben…


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….im GISELA GYMNASIUM. Fast ein Jahr lang haben Tariq Abo Gamra, Fritz Haase, Julia Höhenleiter, Jaimee Lau, Madita Leonhard, Soultana Militano und Tristan Schachtner zusammen mit ihrem Lehrer Reinhold Schira sich auf die Spurensuche gemacht und entdeckt, dass zwischen 1933 und 1938 mindestens vierzig jüdische Schüler aus Schwabing die damalige Gisela-Oberrealschule besuchten. Sie recherchierten die Ausgrenzung, Verfolgung, Vertreibung und Ermordung dieser Jugendlichen und des Lehrers Dr. Rindskopf und ihrer Familien. Gestern abend stellten sie die Ergebnisse ihrer Nachforschungen vor und enthüllten im Eingang der Schule ein DENK MAL mit den Namen dieser Giselaner, zurückgeholt in die Erinnerung ihres Gymnasiums. In einem bewegenden Augenblick verlas Madita Leonhard einen Brief, den die Spurensucher ein paar Tage davor aus London erhalten hatten von Manfred Durst (* 11.11.1924 in München), der damals in der Agnesstraße 46 wohnte und 1934 an die Gisela-Oberrealschule kam. 1935 starb seine Mutter, im April 1938 gelang Manfreds Vater Chaim Baruch Durst zusammen mit seinen beiden Kindern die Flucht nach Shanghai. Der heute 90jährige bedankte sich tief berührt dafür, dass junge Menschen ’seiner Schule‘ ihn wiedergefunden haben.

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