Verfasst von: nickwimmer | 4. Mai 2014

Ah, München und Aegina, so ist das


img618                                   Aphaia Tempel in Aegina 4. Mai 2014

In der Glyptothek in München, die Aegineten, die Figuren aus einem der beiden Friese des Aphaia Tempels auf der Insel Aegina, eine knappe Fährstunde von Piräus/Athen entfernt. Diese ursprünglich farbigen Figuren (nichts mit marmornpurer, schlichter Schönheit), entdeckt und ausgegraben vor 200 Jahren vom deutschen Baron von Hallerstein und vom englischen Architekten Cockerell, zur Auktion nach Italien gebracht und 1813 vom bayerischen König Ludwig I.(der Vater des ersten griechischen Königs, Otto) käuflich erworben und seitdem in der Glyptothek am Münchner Königsplatz zu sehen, ursprünglich entfärbt, dazwischen rekonstruiertfarbig. Der deutsche Archäologe Furtwängler (der Vater des Dirigenten) fand hundert Jahre später weitere Figuren des anderen Tempelfries, die sind heute im Archäologischen Museum in Athen zu sehen. Ob die Figuren, die außer Landes gingen, auf diese Weise der Nachwelt erhalten blieben oder ob diese Figuren, wären sie im Lande geblieben, weniger sorgfältig konserviert worden wären, diese Fragen sollten heute nicht rechthaberisch beantwortet werden. Heute, an diesem Sonntag, bei diesem Licht, war der Aphaia Tempel ein überwältigender Anblick, das, was von ihm nach über zweitausend Jahren hoch über dem Meer noch steht und das, was davon noch im Gelände liegt. Und die Vorstellungskraft lässt in diesen Augenblicken wieder das Ganze entstehen und holt die Figuren aus der Glyptothek in München herbei, Szenen der griechischen Krieger unter Agamemnon gegen die Trojaner. Und weil die Gedanken zwischen Athen und Aegina und München hin und her fliegen, morgen Montag und Dienstag wird in der SchauBurg nochmal ELEKTRAS KRIEG dreimal aufgeführt, diese intensive, aufregende Theaterproduktion.

Photo: nickwimmer, Aegina 4. Mai 2014

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