Verfasst von: nickwimmer | 14. Februar 2014

„Vorwärts, jetzt geht’s zurück zum guten alten neunjährigen Gymnasium!“


„Vermutlich der schwerwiegendste Grund für die Ablehnung von Reformansätzen“, schreibt Th.W.Adorno in ‚Tabus über den Lehrerberuf‘ in: Erziehung zur Mündigkeit, Suhrkamp-Tb 1971, S.80) „ist das mangelhaft reflektierte Verhältnis von Schule und Gesellschaft. Das mag damit zusammenhängen, dass der Partner des Lehrers nicht die Gesellschaft, sondern gemeinhin der „Staat“, die „vorgesetzte“ Behörde ist. Auf ihn ist der Lehrer fixiert, nicht auf die Gesellschaft, die er, zeit seines Lebens in Lernräumen eingeschlossen, oft nur begrenzt kennt“.
1974, vor vierzig Jahren, als der organisierte gymnasialbürgerliche Widerstand gegen die Einführung der Kollegstufe den drohenden Untergang des Abendlandes beschwor, schrieb Dr. Karl Lanig, der Mastermind der Kollegstufe in Bayern:“Verhängnisvoll wäre es, wenn unter dem wachsenden Druck des Numerus Clausus sich das Schülerinteresse an guten Noten und eine allgemeine Reformmüdigkeit gegenseitig verbündeten, um den Weg zur Lernschule alten Stils zurückzugehen“. 1974…………2014?

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