Verfasst von: nickwimmer | 13. Oktober 2013

ELEKTRAS KRIEG in der SchauBurg, großartig diese Inszenierung Peer Boysens


Was für ein starker Theaterabend, dieses Stück der Autorin Nino Haratischwili, so genau, so intensiv, so pur in Szene gesetzt von Peer Boysen mit diesen tollen Schauspielern Julia Meier (Elektra), Regina Speiseder (Thea), Corinna Beilharz (Klytaimnestra), Lucca Züchner (Polyxena), Thorsten Krohn (Aigisthos) und Leonard Hohm (Orest).
Vier Aufführungen jetzt im Oktober Di 15. und Mi 16. abends um 19:30, Mi 16. und Do 17. vormittags um 10:30. Im November
dann drei Aufführungen abends Sa 9. 20:00 + So. 10. + Di 12. jeweils um 19:30, zwei Aufführungen vormittags um 10:30 am
Di 12. + Mi 13. November.
Und wenn es noch Karten gibt, nicht nur einmal anschauen!

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Responses

  1. Gratulation an das Schauburg-Team. Was hier Schülern und Lehrern von Regie, Bühnenbild und Schauspielern geboten wird, ist pures Theater ohne jegliche Zugeständnisse an die Erwartungen eines in der Regel sehr jugendlichen Publikums, das die antiken Mythen meist nur aus Hollywoodverfilmungen, Computerspielen oder den Nacherzählungen eines Gustav Schwab oder Paul Hühnerfelds Krieg um Troja kennt.
    Ein Kommentar einer 15jährigen: Interessant, aber verwirrend. Nachfrage: Warum verwirrend? Antwort: Das Stück hat ja gar keine Handlung.
    Stimmt, man bleibt ratlos, wie eben auch die Protagonisten dieser in Lähmung erstarrten, sich in Zynismen flüchtenden (Familien-)Welt. Die Rache bleibt aus, genau so wie die Versöhnung, oder zumindest Verzeihung. Aber man glaubt zu verstehen, warum da kein Ausweg ist. Sehr schön gespielt die Szene, wie Polyxena sich von Orest ganz behutsam die Hand führen lässt, von der er sanft übers Haar gestrichen wird, wortlos, aber schließlich doch auch ohne Unterstützung. Nur mechanische Zärtlichkeit, oder doch eine Andeutung von Nähe?
    Danke auch der Dramaturgin für die auch diesmal behutsame Einführung. Hier werden Jugendliche sehr ernst genommen. Sie spüren: ich werde hier sehr ernst genommen, Theater ist etwas Besonderes, das vergesse ich nicht. Da gehe ich wieder mal hin.

    • So ein genauer empathischer Kommentar eines Theatergehers und Junge-Menschen-ins-Theater-Mitnehmender. Und das mitten in der Nacht geschrieben zu Beginn des 13. 12. 13. Danke.

  2. …eines Junge-Menschen-ins-Theater-Mitnehmend-e-n… so muss es heißen.


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