Verfasst von: nickwimmer | 13. Juli 2013

Hochinformativ, sehr politisch, listig = „Limits of Control“, das Symposium gestern in


der AdbKM (=). Ich wollte am Morgen zur Eröffnung vorbeischauen, dann vielleicht noch am späten Nachmittag zur dritten Runde NETZ&KUNST, blieb den ganzen Vormittag, kam nach der Mittagspause wieder und blieb bis zum Schluss.Es war einfach viel zu spannend für einen digital non-native wie mich, dieser aufregende Diskurs inmitten der mächtigen Tapisserien in der historischen Aula. Eine Woche vor der Eröffnung der Jahresausstellung 2013 derAdbKM organisierten Studierende der Projektklasse von Prof.Julian Rosefeldt dieses Symposium Limits of Control mit Medientheoretikern, Künstlern und einem Datenschützer. Der allgegenwärtigen Kontrolle und Überwachung unserer Lebenswelt( heimlich, im öffentlichen Raum, ungewollt, freiwillig) wurden kreative Verweigerungsstrategien entgegengestellt: wie kann ich mich, wie können wir uns der Kontrolle entziehen, wie dem Zugriff
administrativer und kommerzieller Strukturen erwehren, welches Potenzial haben subversive Kunstaktionen?
Und weil das alles sich nicht in einem Konferenzsaal abspielte, sondern in der Akademie der Bildenden Künste eine Woche vor der Jahresausstellung, die „Studierenden und Besuchern im Bruch mit Gewohnheiten einen anderen, neuen Blick auf bekanntes Terrain ermöglicht“, wurde so ein „kuratierter Kontrollverlust“ gestaltet nach der Mittagspause des Symposiums:
Das Eröffnungsreferat der zweiten Runde „NETZ&POLITIK.
Das Thema: „How Anonymous Can We Be?“
Der Referent: Rex Bearchode, Stratfor, USA
Und wer ist das?
„Bearchode is Vice President of Communications at Stratfor,
the world’s premiere targeted information aggregation and publishing company. Since graduating from West Point, Bearchode spent two decades in non-combat roles with US Army Intelligence and the US State Department. Following an honorable discharge from the military in 2004, he worked six years in the private sector, assisting US diplomatic efforts in the Middle East and North Africa, after which he joined Stratfor in 2010. In addition to his military education, he holds an MBA from the Wharton School of Business“.
Klingt kompetent, oder?
Irgendein Anlass, den Text zu decodieren? Nein?
Und jetzt dieser Stratfor-Typ am Mikrophon und Powerpoint-Knopf, ein junger Web-Nerd, Wuschelkopf, nerdige Brille.
Sein Vortrag……“Anyone who lives an honest life, doesn’t have to be afraid of any surveillance. Your data are of no value whatsoever, nobody is interested in you, as long as you live an honest life……..“ Jenseitig. Die Zuhörer irritiert stumm, die Moderatorin explizit irritiert schickt Rex Bearchode vom Podium, er verlässt die Aula……Später, am Abend der Auftritt von Sean Devlin, a leading member of THE YES MEN , the American Digital Guerilla, diese genial subversiven Multi-Media-Artists and Performers …………sein zweiter Auftritt bei diesem Symposium (ohne Perücke, ohne Brille).

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: