Verfasst von: nickwimmer | 12. Dezember 2012

Poetry Slam in der SchauBurg, der neugierig macht auf mehr


Gestern abend im warmen Foyer der SchauBurg, zwischen Bauprobe drinnen im Theater für Gil Mehmerts Inszenierung „Jenseits von Eden“ und draußen vor den Glastüren Schnee, Straßenbahnen und Passanten, kurzer Blick durch die Scheiben, vereist-vermummt weiter, welch eine Gelegenheit, aufzutauen und wie, im warmen, vollgepackten Foyer beim U20 Poetry Slam, dem 29. mit zwölf jungen Poeten (U20 = nicht älter als 20), dem special guest aus Berlin, Till Reiners, inzwischen ein Großer auf den Poetry-Slam- und Kabarett-Bühnen, auf Gastspielwoche in München, schaut vorbei, einfach so, mit drei hinreißenden Proben seines Könnens, dazu DJ Lucid, ein Klangraum-Zauberer, die beiden erfahrenen Moderations-Kommunikatoren Carmen Wegge und Ko Bylanzky, vom SchauBurg-Team Franziska Waldmann und Katharina Hiller , zwei neugierige Slam-Fans, die den Abend umsichtig-entspannt und freundlich-bestimmt managen. Die fünfköpfige Jury wird mit Schiefertafel, Schwämmchen und Kreide ausgestattet und vorgestellt: 1 Mädchen und 1 Junge aus dem Publikum, 1 Poetry Slammerin, 2 SchauBurgler, sie werden Noten vergeben, von 10 bis 1, an diesem Abend ist die niedrigste Bewertung 6,5 und die höchste 10,0. Von den fünf Juroren-Noten wird jeweils die niedrigste und die höchste gestrichen, die Summe der mittleren drei Noten ist die Jurynote.
Die Wettbewerbs-Poeten müssen selbstverfasste Texte „performen“, sollen nicht länger als 7 Minuten auf der Bühne stehen und dürfen „Rap Poetry“ oder „Lyric“ oder „Storytelling“ als Textformat präsentieren.
Poetry-Slam-Aficionados kennen dieses wunderbar einfache Regelwerk längst, ich habe es hier kurz beschrieben, um neugierig zu machen, zu werben für den nächsten SchauBurg-Slam am Dienstag, den 15. Januar 2013 um 19:30 Uhr, den Jubiläumsslam, zum 30igsten Mal im warmen, vollgepackten Foyer.
Der Wettbewerb gestern war zwölfmal spannend, zwölfmal überraschend, zwölfmal risikomutig, zwölfmal sprachmächtig, zwölfmal unverkennbar individuell.
Die Jury kürte drei Gewinner: Johannes Berger (1.) Stephan Schmidt (2.) und Johannes Lenz (3.), drei Poeten, die auch das
Publikum vorne sah, auch in der Reihenfolge.
Und es gab noch Entdeckungen, von denen wir, sage ich jetzt,
wir bald mehr hören möchten: Pascal Simon, Damiano di Muro, Davud Pivac, Darryl Kiermeier und Christina König.

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