Verfasst von: nickwimmer | 11. Oktober 2012

„Und was wollen uns Calis und Fäh jetzt sagen?“ Wer so fragt,…


…hat immer noch nicht begriffen, dass dieses Theater am Elisabethplatz SchauBurg und nicht MeinBurg heißt. Wer meint, die Frage auch noch gleich selbst beantworten zu müssen – „pappsüße Botschaft: ganz toll lieb haben“(SZ), „mit am Ende unnötig simpler Moral: Liebe gut, alles gut“(IN) – traut den Theatermenschen dort überhaupt nicht über den Weg. Mensch.
Wenn ich der Bestimmer wäre, ich würde Botschaft-Merksatz-Tafelanschrift-Notenbuch-Theaterkritiker nur Karten reservieren für Vormittagsvorstellungen. Inmitten von Mädchen und Jungen, die nicht einhundert Theaterminuten lang wohlgesittet-folgsam-stumm auf die Was-will-uns-das-Stück-jetzt-sagen-Botschaft warten. Inmitten von Mädchen und Jungen, die in jeder Minute reagieren auf das, was auf der Bühne sich abspielt, verhandelt, besprochen, ausgetragen wird, einfach zwischendurch, kompliziert immer, eindeutig zwischendurch, mehrdeutig immer, das Geschehen auf der Bühne, die Reaktionen der Zu-hin-mit-Schauenden. So wie heute vormittag beim „Zoff in Chioggia“. Spontaner Beifall in dem Augenblick, als der Schiffsankerkarton-Zoffbalance-Akt gelang.

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