Verfasst von: nickwimmer | 14. Mai 2012

Vorvorgestern in Bayern Abitur 2012 D e u t s c h – ein Männer-Exerzitium


In den fünf Aufgaben für „den Prüfling“ sechzehn Texte von sechzehn Autoren:Eduard Mörike, Hermann Lenz, Thomas Bernhard, Robert Musil, Heinrich Kaulen, Johann Wolfgang von Goethe, Peter Kümmel, Benjamin von Blumberg, Manfred Osten, Thomas Mann, Ulrich Schnabel, Friedrich Nietzsche, Hartmut Rosa, Stanislaw Dick, Evan Thompson, Oscar Wilde.
In diesen Männer-Texten
liegen Männer im Gras,
sind froh, nicht alles wissen zu müssen,
feiern die Einstellung ihres NS-Täter-Verfahrens
(mit ihren NS-Täter-Frauen),
leiden,
warten auf irgend etwas,
mit von Schamlosigkeit gepeitschter Seele,
sind liebesunfähig,
rastlos,
depressiv,
glauben aber an eine unbegrenzte Fortschrittsdynamik,
reißen die Repräsentation der Menschheit an sich,
unterwerfen sich dem Diktat der Eile,
sind, während Ruhezeiten jedoch,
wenn man keine Aufgaben zu bewältigen hat,
in einem Zustand, der sich auf das Selbst hin orientiert.
Und so wurde der Jüngling zum Menschen,
der Mensch zum Jüngling.

Zitiert aus den sechzehn Texten von sechzehn Autoren, ausgewählt für „den Prüfling“, auf dass er sich (in e i n e r Aufgabe seiner Wahl) mit ihnen „auseinandersetze“, sie „erschließe“, sie „interpretiere“, sie „berücksichtige“, sie „nutze“, sie „heranziehe“, zweihundertsiebzig Minuten lang.
(„sie“ = die Texte)

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