Verfasst von: nickwimmer | 13. Juli 2011

Zum Tod des Regisseurs und Autors Oliver Storz


Am 6.Juli starb Oliver Storz (1929-2011), seinem Wunsch entsprechend, im engsten Kreis beigesetzt. Die heutige SZ nochmal aufschlagen, unbedingt, auf der Medienseite (S.17), Alexander Gorkows Nachruf auf Oliver Stork lesen, nicht nur einmal, diesen starken Text, diese Hommage auf einen geistigen Produzenten mit einer Haltung. Gorkow zitiert aus einem am 22.Januar 2000 geschriebenen Beitrag von Oliver Storz für die SZ. Über einen prototypischen TV-Funktionär befand Storz in diesem Text, es entlarve sich hier „der wahre Machthalter des neuen Jahrhunderts: der Seelenbuchhalter. Zynismus und Unschuld schließen sich nicht aus. Es gibt einen Zynismus, der nichts von sich ahnt. Sein Arbeitsfeld ist die Verdinglichung der geistigen Produktion. Wenn alles Ware ist, kann damit alles geschehen, und zwar im Stande der Arglosigkeit.“  Wenn ARD, BR oder ARTE jetzt nochmal seine Filme „Drei Tage im April“(1995), „Drei Schwestern made in Germany“(2005) und „Die Frau, die im Wald verschwand“(2009) zeigen, hoffentlich, alle Verpflichtungen sausen lassen und schauen. Und dann seinen Roman „Die Freibadclique“(2008), List Taschenbuch 8.95 Euro, lesen, der Sommer 1945 aus der Sicht von 15jährigen, Jugenderinnerungen zwischen Krieg und Jazz.

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