Verfasst von: nickwimmer | 7. März 2011

Wir sind doch Europäer, oder?


„Der König in flämisch-niederländischer Hand…“ schreibt der Rezensent der AZ über die „Ludwig II“-Inszenierung. „Der Regisseur Ivo van Hove, ein Belgier.. Dass dazu auch noch ein Holländer den bayerischen Lieblingskönig verkörpert, das muss man sich in München wirklich trauen…“ schreibt die Rezensentin der SZ über dieselbe Inszenierung. (Ich dachte, wenn jemand etwas von Monarchen versteht, dann sind es die Belgier und Holländer, die haben so was ja noch.) Geht es nur mir so, aber ich habe den Eindruck, auf einmal fängt München an, provinziell zu fremdeln. Diese Stadt kann doch stolz darauf sein,(gegenwärtig noch) vier kreative Gestalter aus Holland und aus Belgien als ganz unverwechselbare Chefs von vier Münchner Institutionen angelockt zu haben. Ich schätze die vier.  U n d   d e s h a l b : die ersten drei, die mir diese vier Movers und Shakers und die vier Institutionen im orbiter blog Kommentar nennen, die lade ich ein auf einen Theaterbesuch. Ich erzähle dann auch persönlich, warum ich Gestalter aus diesem Teil Europas ganz besonders schätze.                                                                                       Freitagabends schau ich mir die Voraufführung von Jule Ronstedts neuem Stück „Kein Geld für niemand“ in der SchauBurg an.

Am 14.April gastiert im Rahmen des Theaterfestivals „radikal jung“ in der Reithalle das Theatre National Brüssel mit einer Fabrice Murgia Produktion „life:reset“. Bin sehr neugierig.

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Responses

  1. Lieber nickwimmer,
    „die ersten drei“ – wieviele Eier können Sie auf leeren Magen essen? Antwort: Eines, denn dann ist der Magen nicht mehr leer. Damit weitere Kommentatoren eine Chance haben, ohne KTzG spielen zu müssen, führe ich hier nur drei Europäer auf:
    Schauburg – George Podt
    Münchner Kammerspiele – Johan Simons
    Haus der Kunst – Chris Dercon
    Beste Grüße,
    Axel-M. Wulff

  2. Is doch eh total seltsam! Eigentlich ist doch immer allen egal, ob junge Frauen alte Männer spielen, oder Menschen Tiere oder Lebende Tote – die Bühne ist halt nicht die Realität, gell.
    ABER JETZT spielt ein Holländer einen bayerischen König und: PAFF. „Ja sowas. Die trauen sich ja was. Mutig, mutig. Komisch irgendwie. Des is a Unverschämtheit, kruzifix!“

    Ja, dann hätte ich in Zukunft bitte auch nur noch afrikanische Prinzen auf Münchner Bühnen, die den Othello spielen.

    Aber, naja. Es gibt ja auch Wir-Wollen-Guttenberg-Zurück-Demonstrationen.

    Es lebe der bayerische Adel!


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