Gestern nachmittag, so schön warm, im Innenhof der Berufsschule für Fahrzeug-und Luftfahrttechnik am Elisabethplatz, aus Amsterdam und Barcelona die zwei Anarcho- Clowns + Tänzer + Musiker + Kfz-Mechaniker + Karussellbauer Andreas Denk und Jordi Casanovas, hinreißend komisch.
Gestern später am Abend (nach ‘Jenseits von Eden’ im Großen Haus), seit Freitag schon liebevoll vorbereitet auf der Wiese unter den Bäumen auf dem Elisabethplatz,eine phantastische Gerümpel-Installation für ein irrwitzigdurchdachtchaotisches Feuerwerktheater dieser wunderbaren Straßenkomödianten Marlis Hirche und Oliver Dassing, vor Riesenpublikum, auch ganz viele Kinder so spät noch auf, und kaum werden die ersten Feuerräder gezündet, schüttet es ungehemmt. An so einem schönen Theatertag hast du keinen Schirm dabei, keinen Regenmantel, wozu denn.
Es schüttet, hört nicht auf, die beiden Pyroromantiker zündeln und löschen jetzt erst recht, löschen und zündeln, und keiner rennt weg ins Trockene, niemand. Als alle fasziniert patschnass sind, gibt sich der Regen geschlagen. Und, es ist immer noch über 20 Grad warm. Frische Pellkartoffeln mit Kräuterknoblauchquark gab’s danach auch noch auf dieser Feuerwerktheaterwiese, die ersten an den Schüsseln – Kinder, ganz viele Kinder.


die Überschrift (SZ 7.Juni 2013) über Sabine Leuchts großer Lobrede auf dieses Theater, in dem “Kinder, auch die Kleinsten immer ernst genommen werden”, ein Theater, das ihnen “Konflikte zumutet, ohne sie damit alleine zu lassen. Und dabei auf dem Theater als ‘magisch-illusionärem Raum’(George Podt) beharren. Wie wunderbar und auf welch gleichbleibend hohem Niveau das der SchauBurg gelingt, merkt man am deutlichsten dann, wenn man einmal nach einer Premiere nicht ganz so beglückt nach Hause tapert – und sich fast ein wenig verwundert die Augen reibt”.
Schau mal!

Verfasst von: nickwimmer | 4. Juni 2013

München. Fischer + Steiger. Gisela-Gymnasium.


Alle vier Jahre verleiht die Stadt München den Architekturpreis “Bauen und Sanieren in historischer Umgebung”. Einer der fünf Preise geht in diesem Jahr an das Architektenteam Fischer + Steiger für die Generalsanierung und den Anbau des Gisela-Gymnasiums dort drüben in der Arcisstraße am Elisabethplatz schräg gegenüber der SchauBurg.
Durch ein weiteres Treppenhaus im Anbau “konnte die prächtige Treppenanlage im Altbau von störenden brandschutztechnischen Einhausungen befreit werden. Der Neubau biedert sich nicht an, sondern nimmt die Proportionen und Geschossteilungen des Altbaus auf, der aber weiter dominant bleibt” (aus der Begründung der Jury). Glückwunsch!

Verfasst von: nickwimmer | 27. Mai 2013

Brüssel. Metheny. Redman. SchauBurg….


Für ein paar Tage jetzt in Brüssel. Bei dem Wetter? Bei dem Wetter! Warum nicht. Für die Ausharrenden, zwei neue Jazz-Alben, der ganz besonderen Art, PAT METHENY/ TAP John Zorn’s Book of Angels, Vol.20, sechs der Kompositionen Zorns. JOSHUA REDMAN, Walking Shadows.
Und nächste Woche wieder rechtzeitig zurück zur Premiere von “Ich bin hier bloß der Hund” in der SchauBurg am Dienstag 4. Juni und vom 9.- 15. Juni : Das Festival. Schau mal! 60 Jahre SchauBurg.


In der Begründung des jetzt gestarteten Volksbegehren einer der derzeitigen Oppositionsparteien im Bayerischen Landtag unter dem Titel “Mehr Zeit zum Lernen – Mehr Zeit zum Leben Rufzeichen Neunjähriges Gymnasium (G9) als Alternative anbieten” heißt es: “Das neue G 9 soll eine Weiterentwicklung und nicht eine Rückkehr zum früheren neunjährigen Gymnasium sein. Es soll die Möglichkeit geschaffen werden, den Stoff bis zum Abitur ‘entschleunigt’ zu verinnerlichen“. Außerdem soll es Möglichkeiten geben, von einer Form (= G9 oder G8) in die andere (= G8 oder G9) zu wechseln, aber “alle Schüler sollen dasselbe Abitur ablegen”.
Also lautet die bayerische Lösung (Nr. 1) :
“Alle Schüler* sollen nach entschleunigter oder beschleunigter oder ent- und beschleunigter Stoff-Verinnerlichung dasselbe** Abitur ablegen”.

* auch Schülerinnen?
** ‘dasselbe’ oder ‘das gleiche’ oder ist das dasselbe
für diese Vordenker der bayerischen Lösung (Nr. 1) ?


The modern pentathlon is a sports contest that includes five events : fencing – pistol shooting – freestyle swimming – show jumping (on horseback) – cross country running = Degenfechten – Pistolenschießen – Schwimmen – Springreiten – Querfeldeinlauf .
Fünf Sportarten, die außer Sport nicht viel miteinander zu tun haben.
Und so ist es mit den fünf Englischprüfungsteilen des 2013 Englischabiturs in Bayern, sie haben außer Englisch nicht viel miteinander zu tun:
A. Listening Comprehension
Und worum geht’s: the SEX PISTOLS and the seventies
(“What do we learn about John Lyden of the SEX PISTOLS?”)
B. Three Questions on the Text A or B
Text A Natasha Singer, You for Sale
Text B Daniel Woodrell, Winter’s Bone*
Und worum geht’s: Text A = “ACXIOM is a US company that specialises in gathering all kinds of consumer data”. Text B = “Sixteen-year-old Ree lives a life of poverty in the backwoods with her two younger brothers, aged eight and ten. Her mother is mentally ill, following years of drug abuse”.
C. Composition
Und worum geht’s: “Write about 200 to 250 words. Choose one of the
following topics”. Zum Beispiel: “Does social status affect a person’s future options? Discuss”. Zum Beispiel: “Happiness is having a large, loving, caring, close-knit family in another city” (George BernardShaw, 1856-1950) – Comment on this statement”. Zum Beispiel; “Thanks to social media, loneliness is a thing of the past.
Do you agree?”
D. Mediation
Und worum geht’s: “Translate the text ‘London 2012: Goodbye to Britain’s golden summer’ into German” oder “Write a text of about 250 words in English using the relevant information from the two German texts ‘Aufrunden bitte: Wer den Cent nicht ehrt’ und ‘geld/aufrunden-bitte-was-passiert-mit-den-spenden-von-der-supermarktkasse/’ “
E. Dezentraler mündlicher Prüfungsteil
Und worum geht’s? Kommt ganz drauf an, wie vor Ort der Querfeldeinlaufkurs gesteckt ist.
*WINTER’SBONE
2011 verfilmt von Debra Granik
mit Jennifer Lawrence in der Rolle der Ree Dolly

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